Georgius Agricola (1494–1555) gehört zu den bedeutenden Persönlichkeiten in der frühen Geschichte der Mineralogie. Der deutsche Gelehrte, Arzt und Bergbauexperte beschäftigte sich intensiv mit Mineralien, Gesteinen, Erzen und Metallen und verband naturkundliche Beobachtung mit den praktischen Erfahrungen des Bergbaus.
Seine Arbeiten entstanden in einer Zeit, in der Mineralien häufig noch mit überlieferten Vorstellungen, Symbolik und Legenden verbunden wurden. Agricola versuchte dagegen, mineralische Stoffe anhand ihrer beobachtbaren Eigenschaften zu beschreiben und systematischer zu ordnen.